Ich habe eine Menge Leute gefragt, ob man denn nun als LAA die ISIC (International Student Identity card) beantragen könnte. Viele wussten es nicht (wenn sie überhaupt wussten, was das ist) oder verneinten es.
Jetzt habe ich aber nochmal gezielt nachgelesen und siehe da — man kann! Damit behält man seinen Studentenstatus und bekommt diverse Vergünstigungen, was besonders auch im Ausland von Vorteil sein kann.
Eure darüber sehr erfreute Lehste!
Über das Leben und Wirken einer Lehramtsanwärterin an einer Grundschule im Freistaat Sachsen
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Samstag, 5. Juli 2014
Montag, 30. Juni 2014
Wie ich die Zeit zwischen Studium und Vorbereitungsdienst überbrücke
Ich habe intensiv darüber nachgedacht, wie ich die Zeit zwischen dem Ende meines Studiums (Anfang März) bis zum Beginn des Vorbereitungsdienstes (August) am besten überbrücken könnte. Nochmal an der Uni einschreiben? Sich einen Job suchen? Arbeitslosengeld II beantragen? Schwierig, schwierig.
Meine Ausgangslage:
In meinem letzten Post listete ich viele Vor- und Nachteile für die unterschiedlichen Wege auf.
Was für mich gegen die Uni sprach, war, dass ich Studiengebühren hätte bezahlen müssen, die mir nicht viel bringen. Ein Semesterticket brauchte ich eigentlich nicht mehr und den Studentenstatus konnte ich mir durch den Internationalen Studentenausweis für 12 € noch bis Ende des Jahres sichern (siehe ISIC). Der einige — zugegebenermaßen große — Vorteil wäre, dass ich nur die Hälfte der Kosten für die Krankenkasse hätte zahlen müssen. Aber Miete etc. wären auch noch nicht abgedeckt. Ein Job hätte also auf jeden Fall her gemusst. Ein geringfügiger Job kam aber nicht in Frage, denn das Geld hätte für die Lebenshaltungskosten nicht gereicht. Und — wie gesagt — meine Eltern waren auch froh, endlich nicht mehr viel Geld in die Ausbildung ihrer Tochter stecken zu müssen (auch wenn sie mich mit Sicherheit weiterhin unterstützt hätten, wenn es keinen anderen Weg gegebn hätte). Ich wollte auch endlich unabhängig sein und ihnen nicht länger auf der Tasche liegen.
Wie sollte ich nun also die Kosten für Miete, Nebenkosten, Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, GEZ, Handy, Verpflegung,... decken? Ein Fulltime-Job wäre eine gute Lösung. Am besten sollte es einer im pädagogischen Bereich sein, zum Beispiel im Kindergarten, um gleich noch etwas für später zu lernen. Doch so ein job ist gar nicht so leicht zu finden. Mein Abschluss befähigt mich nicht für diese Art von Arbeiten und lange Bewerbungsverfahren hätten Zeit in Anspruch genommen, die ich nicht hatte. Freunde von mir hatten Glück und ihnen sind Arbeitsangebote zugetragen worden, mit denen sie gut leben konnten. Dieses Glück hatte ich leider nicht. Also stand für mich recht früh fest, dass ich Arbeitslosengeld II beantragen werden. Da ich keine Ersparnisse oder sonstige Anlagen habe, sollte mir dieses zustehen
Großen Respekt hatte ich vor dem damit verbundenen Papierkrieg, doch letztlich muss ich sagen, dass es halb so wild ist. Wer schonmal einen Bafög-Antrag ausgefüllt hat, kommt damit locker zurecht. Unangenehm war dann jedoch der Gang zum Amt. Zunächst musste ich mich arbeitslos melden. Das war noch okay, die Leute waren nett. Doch dann wurde ich zum Jobcenter weitergeschickt und ziemlich unfreundlich behandelt. Ein paar Tage später hatte ich dann einen Termin für das Einreichen meiner Unterlagen. Obwohl die Frau sehr, sehr nett war, kommt man sich vor, als hätte man irgendwas falsch gemacht — ganz eigenartig. Alle Unterlagen und Finanzen wurden geprüft und ich hatte einen Termin zur Erstberatung. Der zuständige Herr war auch wieder total nett und klärte mich über meine Rechte und Pflichten auf. Ich muss mit dem Jobcenter kooperieren, nach Jobs Ausschau halten, mich ggf. bewerben und vor allem, Urlaub beantragen, wenn ich die Stadt verlasse. Was? Das wusste ich nicht. Mir stehe nur 21 Urlaubstage oder so zu. Und dazu zählen auch Sonn- und Feiertage. Hui... Na ja... Der gute Mann hatte aber Verständnis dafür, dass ich gerade ein anstrengendes Studium hinter mir habe und vermutlich erst mal nen Monat Pause brauchte. Ich brauchte also erstmal nicht mit erzwungenen Bewerbungen rechnen, wie ich es von anderen gehört hatte (bei denen ein Minimum an drei Bewerbungen im Monat z.B. Pflicht war).
Ca. 1,5 Monate später hatte ich einen neuen Termin erhalten (der wird einfach festgelegt — man muss ja da sein). Mir wurde eine neue Betreuerin zugewiesen, da ich vermutlich innerhalb der nächsten 12 Monate vermittelt werden könnte. Die Frau war super nett! Alle Unannehmlichkeiten vom Anfang gerieten in Vergessenheit. Sie wunderte sich sehr, was ich eigentlich auf dem Amt mache, so einen Fall wie meinen hatten sie noch nie. Ich erklärte meine Situation, stieß auf viel Verständnis und einigte mich mit ihr, dass ich mich bei einer örtlichen Kinderbetreuungsstätte bewerben würde. Die Jobanzeige hatte ich am Schwarzen Brett der Uni gesehen und fand die Aussicht, mir mit einer schönen Arbeit etwas Geld dazuzuverdienen, verlockend. Leider reagierte niemand auf meine Bewerbung. Aber ich hatte wieder einen Monat lang Ruhe. Und als ich das nächste Mal einen Termin hatte, konnte ich bereits meine Zusage für den Vorbereitungsdienst vorlegen. Die Frau freute sich unheimlich doll für mich und wünschte mir alles gute für die Zukunft. Und das war's dann auch schon mit dem Arbeitsamt. Ich muss nur noch eine Veränderungsmitteilung einreichen und habe vielleicht noch einmal ein Gespräch von der Frau mit den Finanzen, aber danach werde ich die Leute hoffentlich nie wieder sehen (Freundlichkeit hin oder her) ...
Fazit: Ich war mit diesem Weg sehr zufrieden und würde mich immer wieder dafür entscheiden. Viele meiner Kosten wurden übernommen, so dass ich unabhängig von meinen Eltern leben konnte. Zwar bleibt am Ende nicht wirklich was übrig, aber es reicht. Der einzige Knackpunkt ist nur, dass man vor Ort sein muss. Doch da ich in einer WG wohne, war ich eh immer "postalisch erreichbar"...
Was ich beim nächsten Mal allerdings machen würde, ist, mir einen Nebenjob zu suchen. Meine Betreuerin meinte zwar, dass es bei einer so kurzen Zeitspanne schwierig sei, einen etwas zu finden, aber es ist auch nicht unmöglich. Bei mir hat es leider nicht geklappt, aber ich muss gestehen, dass ich zunächst viele andere Sachen um die Ohren hatte und daher nicht intensiv mit der Suche beschäftigt war. Bis zu 100 € im Monat könnte man aber abzugsfrei dazuverdienen. Danach gibt es für jede weiteren 100 € 20% Abzüge. Mir hat mal jemand gesagt, dass sich das Jobben nebenher bis ca. 400 € lohnt.
So musste ich die Zeit irgendwie rumkriegen. Dabei versuch(t)e ich, mich wirklich sinnvoll zu beschäftigen, denn auch wenn es mal ganz schön ist, so viel Frei zu haben, auf Dauer nervt es! Was ich so tat, damit mir nicht die Decke auf den Kopf fiel (und noch tue) — dazu ein anderes Mal mehr.
Eure derzeit noch arbeitslose Lehste!
Meine Ausgangslage:
- Ich bin über 25 und damit nicht mehr familienversichert. Kindergeld erhalte ich auch nicht mehr.
- Ich wohne nicht mehr zu Hause, sondern in einer WG.
- Meine Eltern sind es lansgam leid, mich finanziell tragen zu müssen.
- Ich erhalte kein Bafög.
- Eine Rückmeldung an der Uni würde mich 212,60 € kosten.
In meinem letzten Post listete ich viele Vor- und Nachteile für die unterschiedlichen Wege auf.
Was für mich gegen die Uni sprach, war, dass ich Studiengebühren hätte bezahlen müssen, die mir nicht viel bringen. Ein Semesterticket brauchte ich eigentlich nicht mehr und den Studentenstatus konnte ich mir durch den Internationalen Studentenausweis für 12 € noch bis Ende des Jahres sichern (siehe ISIC). Der einige — zugegebenermaßen große — Vorteil wäre, dass ich nur die Hälfte der Kosten für die Krankenkasse hätte zahlen müssen. Aber Miete etc. wären auch noch nicht abgedeckt. Ein Job hätte also auf jeden Fall her gemusst. Ein geringfügiger Job kam aber nicht in Frage, denn das Geld hätte für die Lebenshaltungskosten nicht gereicht. Und — wie gesagt — meine Eltern waren auch froh, endlich nicht mehr viel Geld in die Ausbildung ihrer Tochter stecken zu müssen (auch wenn sie mich mit Sicherheit weiterhin unterstützt hätten, wenn es keinen anderen Weg gegebn hätte). Ich wollte auch endlich unabhängig sein und ihnen nicht länger auf der Tasche liegen.
Wie sollte ich nun also die Kosten für Miete, Nebenkosten, Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, GEZ, Handy, Verpflegung,... decken? Ein Fulltime-Job wäre eine gute Lösung. Am besten sollte es einer im pädagogischen Bereich sein, zum Beispiel im Kindergarten, um gleich noch etwas für später zu lernen. Doch so ein job ist gar nicht so leicht zu finden. Mein Abschluss befähigt mich nicht für diese Art von Arbeiten und lange Bewerbungsverfahren hätten Zeit in Anspruch genommen, die ich nicht hatte. Freunde von mir hatten Glück und ihnen sind Arbeitsangebote zugetragen worden, mit denen sie gut leben konnten. Dieses Glück hatte ich leider nicht. Also stand für mich recht früh fest, dass ich Arbeitslosengeld II beantragen werden. Da ich keine Ersparnisse oder sonstige Anlagen habe, sollte mir dieses zustehen
Großen Respekt hatte ich vor dem damit verbundenen Papierkrieg, doch letztlich muss ich sagen, dass es halb so wild ist. Wer schonmal einen Bafög-Antrag ausgefüllt hat, kommt damit locker zurecht. Unangenehm war dann jedoch der Gang zum Amt. Zunächst musste ich mich arbeitslos melden. Das war noch okay, die Leute waren nett. Doch dann wurde ich zum Jobcenter weitergeschickt und ziemlich unfreundlich behandelt. Ein paar Tage später hatte ich dann einen Termin für das Einreichen meiner Unterlagen. Obwohl die Frau sehr, sehr nett war, kommt man sich vor, als hätte man irgendwas falsch gemacht — ganz eigenartig. Alle Unterlagen und Finanzen wurden geprüft und ich hatte einen Termin zur Erstberatung. Der zuständige Herr war auch wieder total nett und klärte mich über meine Rechte und Pflichten auf. Ich muss mit dem Jobcenter kooperieren, nach Jobs Ausschau halten, mich ggf. bewerben und vor allem, Urlaub beantragen, wenn ich die Stadt verlasse. Was? Das wusste ich nicht. Mir stehe nur 21 Urlaubstage oder so zu. Und dazu zählen auch Sonn- und Feiertage. Hui... Na ja... Der gute Mann hatte aber Verständnis dafür, dass ich gerade ein anstrengendes Studium hinter mir habe und vermutlich erst mal nen Monat Pause brauchte. Ich brauchte also erstmal nicht mit erzwungenen Bewerbungen rechnen, wie ich es von anderen gehört hatte (bei denen ein Minimum an drei Bewerbungen im Monat z.B. Pflicht war).
Ca. 1,5 Monate später hatte ich einen neuen Termin erhalten (der wird einfach festgelegt — man muss ja da sein). Mir wurde eine neue Betreuerin zugewiesen, da ich vermutlich innerhalb der nächsten 12 Monate vermittelt werden könnte. Die Frau war super nett! Alle Unannehmlichkeiten vom Anfang gerieten in Vergessenheit. Sie wunderte sich sehr, was ich eigentlich auf dem Amt mache, so einen Fall wie meinen hatten sie noch nie. Ich erklärte meine Situation, stieß auf viel Verständnis und einigte mich mit ihr, dass ich mich bei einer örtlichen Kinderbetreuungsstätte bewerben würde. Die Jobanzeige hatte ich am Schwarzen Brett der Uni gesehen und fand die Aussicht, mir mit einer schönen Arbeit etwas Geld dazuzuverdienen, verlockend. Leider reagierte niemand auf meine Bewerbung. Aber ich hatte wieder einen Monat lang Ruhe. Und als ich das nächste Mal einen Termin hatte, konnte ich bereits meine Zusage für den Vorbereitungsdienst vorlegen. Die Frau freute sich unheimlich doll für mich und wünschte mir alles gute für die Zukunft. Und das war's dann auch schon mit dem Arbeitsamt. Ich muss nur noch eine Veränderungsmitteilung einreichen und habe vielleicht noch einmal ein Gespräch von der Frau mit den Finanzen, aber danach werde ich die Leute hoffentlich nie wieder sehen (Freundlichkeit hin oder her) ...
Fazit: Ich war mit diesem Weg sehr zufrieden und würde mich immer wieder dafür entscheiden. Viele meiner Kosten wurden übernommen, so dass ich unabhängig von meinen Eltern leben konnte. Zwar bleibt am Ende nicht wirklich was übrig, aber es reicht. Der einzige Knackpunkt ist nur, dass man vor Ort sein muss. Doch da ich in einer WG wohne, war ich eh immer "postalisch erreichbar"...
Was ich beim nächsten Mal allerdings machen würde, ist, mir einen Nebenjob zu suchen. Meine Betreuerin meinte zwar, dass es bei einer so kurzen Zeitspanne schwierig sei, einen etwas zu finden, aber es ist auch nicht unmöglich. Bei mir hat es leider nicht geklappt, aber ich muss gestehen, dass ich zunächst viele andere Sachen um die Ohren hatte und daher nicht intensiv mit der Suche beschäftigt war. Bis zu 100 € im Monat könnte man aber abzugsfrei dazuverdienen. Danach gibt es für jede weiteren 100 € 20% Abzüge. Mir hat mal jemand gesagt, dass sich das Jobben nebenher bis ca. 400 € lohnt.
So musste ich die Zeit irgendwie rumkriegen. Dabei versuch(t)e ich, mich wirklich sinnvoll zu beschäftigen, denn auch wenn es mal ganz schön ist, so viel Frei zu haben, auf Dauer nervt es! Was ich so tat, damit mir nicht die Decke auf den Kopf fiel (und noch tue) — dazu ein anderes Mal mehr.
Eure derzeit noch arbeitslose Lehste!
Dienstag, 17. Juni 2014
Meine Schule
Letzten Freitag fuhr ich - wie bereits gesagt - spontan zu meiner Schule. Ich werde versuchen, über meine Schule zu berichten, ohne dabei zu viele Informationen preiszugeben. Schließlich soll dieses Blog nicht unbedingt mit realen Orten und Personen in Verbindung gebracht werden können.
Hier mal ein paar Randdaten:
"Hallo, ich bin Ihre neue Referendarin!", stellte ich mich vor und setzte mein strahlendstes Lächeln auf. Du musst einen guten Eindruck machen, du musst einen guten Eindruck machen, mehr konnte ich grad nicht denken. Ich wurde sehr freundlich in Empfang genommen. Sie freuen sich, dass ich da bin, denn sie hatten schon befürchtet, dass ich den Platz abgesagt hätte. Anscheinend war es in der Vergangenheit (nicht nur einmal) vorgekommen, dass die LAAs nicht an diese Schule wollten, weil sie so weit von Leipzig entfernt liegt. Insgeheim denke ich, tja, es war auch mein erster Gedanke, einen Schulwechsel zu versuchen. Aber ich habe mich dagegen entschieden. Meine Gedanken dazu:
Zurück im Büro der Schulleiterin erfahre ich, dass ich wahrscheinlich Englisch in der 3. Klasse unterrichten und definitiv auch in der 1. Klasse sein werde. Ob mit allen anderen Fächern, also Deutsch, Mathe und HSK, oder Sachunterricht, wie man hier sagt, weiß ich allerdings noch nicht. In meinem nächsten Post schreibe ich dann darüber, wie es mir mit dieser Einteilung geht.
Der Unterrichtsstil der meisten Lehrer an der Schule ist wohl noch recht frontal, aber man ist durchaus offen für neue Lernformen und wendet diese immer öfter an (wenn auch nicht alle Lehrer, wie es anklang). Struktur ist das Wichtigste. Und die Vereinbarkeit mit dem Lehrplan sowie die Überprüfbarkeit der Lernziele. Joa, das klingt doch vernünftig. Ich bin ein Riesenfan von Struktur. Passt also! Der Schulleiterin ist eine gute Altersmischung des Kollegiums wichtig und sie nimmt gern Referandare auf. Alle sollen voneinander lernen und profitieren. Super Einstellung, wie ich finde.
Ich erfahre noch ein paar Termine in der Vorbereitungswoche und wir tauschen Nummern aus. Dann verabschieden wir uns und ich verlasse die Schule mit einem eigentlich ganz guten Gefühl. Die Schulleiterin ist wunderbar aufgeschlossen, die Kollegen, die ich traf, sind locker und lustig drauf und insgesamt herrscht eine angenehme Atmosphäre. Wenn nur die Entfernung nicht wäre, wäre ich wohl verdammt glücklich mit meiner Schulzuweisung.
Eure insgesamt zufriedene Lehste!
Hier mal ein paar Randdaten:
- Ca. 230 Schüler lernen dort in einem recht modernem Gebäude.
- Es gibt die guten alten Kreidetafeln und in einigen Räumen Smartboards.
- Das Kollegium setzt sich aus jüngeren und älteren Kollegen zusammen, wobei das Durchschnittsalter vermutlich in Richtung 50 geht.
- Es gibt einen kleinen Schulgarten.
"Hallo, ich bin Ihre neue Referendarin!", stellte ich mich vor und setzte mein strahlendstes Lächeln auf. Du musst einen guten Eindruck machen, du musst einen guten Eindruck machen, mehr konnte ich grad nicht denken. Ich wurde sehr freundlich in Empfang genommen. Sie freuen sich, dass ich da bin, denn sie hatten schon befürchtet, dass ich den Platz abgesagt hätte. Anscheinend war es in der Vergangenheit (nicht nur einmal) vorgekommen, dass die LAAs nicht an diese Schule wollten, weil sie so weit von Leipzig entfernt liegt. Insgeheim denke ich, tja, es war auch mein erster Gedanke, einen Schulwechsel zu versuchen. Aber ich habe mich dagegen entschieden. Meine Gedanken dazu:
- Eine Schule in einem kleineren und dennoch nicht zu kleinen Ort ist oft besser sein als eine Schule mitten in der Stadt (frei zitiert nach vielen Leuten).
- Wer weiß, ob ich mich nicht hinterher ärgern würde, wenn ich mich an einer anderen Schule nicht wohl fühlen würde. Ich denke, es ist leichter, wenn man sich selbst keine Vorwürfe machen kann, dass man eine falsche Entscheidung getroffen hat. "Hätt ich mal..." und "Warum hab ich nur..." möchte ich mir nicht selbst sagen müssen.
- Die Fahrtzeit liegt letzten Endes noch im Rahmen. Andere LAAs müssen ebenso weit oder noch weiter fahren.
- Irgendwie wird es schon seinen Grund haben, dass mir diese Schule zugeteilt wurde. (Damit meine ich nicht, dass jemand von der Sächsischen Bildungsagentur tatsächlich meinen Lebenslauf studiert, mein Magisterarbeitsthema zur Kenntnis genommen, meine Abschlussnote als sehr gut eingestuft und nach reiflicher Überlegung DIE Schule für mich rausgesucht hätte (es gibt mehrere Punkte, die dagegen sprechen), sondern eher dass - so blöd es klingt - das Schicksal es so wollte.)
Zurück im Büro der Schulleiterin erfahre ich, dass ich wahrscheinlich Englisch in der 3. Klasse unterrichten und definitiv auch in der 1. Klasse sein werde. Ob mit allen anderen Fächern, also Deutsch, Mathe und HSK, oder Sachunterricht, wie man hier sagt, weiß ich allerdings noch nicht. In meinem nächsten Post schreibe ich dann darüber, wie es mir mit dieser Einteilung geht.
Der Unterrichtsstil der meisten Lehrer an der Schule ist wohl noch recht frontal, aber man ist durchaus offen für neue Lernformen und wendet diese immer öfter an (wenn auch nicht alle Lehrer, wie es anklang). Struktur ist das Wichtigste. Und die Vereinbarkeit mit dem Lehrplan sowie die Überprüfbarkeit der Lernziele. Joa, das klingt doch vernünftig. Ich bin ein Riesenfan von Struktur. Passt also! Der Schulleiterin ist eine gute Altersmischung des Kollegiums wichtig und sie nimmt gern Referandare auf. Alle sollen voneinander lernen und profitieren. Super Einstellung, wie ich finde.
Ich erfahre noch ein paar Termine in der Vorbereitungswoche und wir tauschen Nummern aus. Dann verabschieden wir uns und ich verlasse die Schule mit einem eigentlich ganz guten Gefühl. Die Schulleiterin ist wunderbar aufgeschlossen, die Kollegen, die ich traf, sind locker und lustig drauf und insgesamt herrscht eine angenehme Atmosphäre. Wenn nur die Entfernung nicht wäre, wäre ich wohl verdammt glücklich mit meiner Schulzuweisung.
Eure insgesamt zufriedene Lehste!
Labels:
Atmosphäre,
Ausstattung,
Entfernung,
Essensaufsicht,
Grundschule,
Kantine,
Klassenräume,
LAA,
Referendariat,
Schule,
Schulhof,
Schulzuweisung,
Unterrichtsstil,
Uunterrichtsformen,
Vorbereitungsdienst
Sonntag, 15. Juni 2014
Zusage
In Erfurt habe ich mein Bachelor- und Masterstudium absolviert, um meinem schon lange gehegten Wunsh, Lehrerin für die Grundschule zu werden, näher zu kommen. Nun habe ich meinen Abschluss in der Tasche und es fehlt nur noch die letzte "heiße" Phase: das Referendariat/den Vorbereitungsdienst.
Ich bewarb mich für den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grundschulen im Freistaat Sachsen, Niedersachsen, Hamburg und (zumindest halb in) Bayern. Ersteres war das Wunschbundesland, für das man sich bereits im Januar bewerben und Magister-Zeugnis, Anerkennung dieses als 1. Staatsexamen sowie polizeiliches Führungszeugnis dann später nachreichen musste.
Die Zusagen für Sachsen sollten Mitte/Ende Juni 2014 rausgehen. So stand es in dem Brief der Sächsischen Bildungsagentur. Genervt musste ich Freunden/Familie/Bekannten immer wieder und wieder sagen "Nein, ich habe noch nichts gehört. Ich bekomme den Bescheid erst frühestens Mitte Juni!" Doch zu meiner großen Überraschung fand ich die Zusage dann doch bereits am 28. Mai in meinem Briefkasten!
Die Freude war natürlich groß! Mein Wunsch, gemeinsam mit meinem Freund nach Leipzig zu ziehen, um dort mein Berufsziel weiter zu verfolgen, konnte nun tatsächlich wahr werden. Zwar liegt die mir zugeteilte Schule nicht direkt in Leipzig, aber in einem mit dem Auto fahrbaren Umkreis. (Ich legte bereits vorab fest, dass alles bis 45 Minuten Fahrtzeit noch im Rahmen wäre.) Mein Studienseminarort ist Chemnitz. Dennoch werden wir nach Leipzig ziehen, was hauptsächlich daran liegt, dass es uns diese Stadt einfach angetan hat, aber auch daran, dass sich der berufliche Schwerpunkt meines Freund dorthin verlagert hat. Außerdem wohnen bereits viele Freunde und Bekannte dort, so dass man sich wohl direkt heimisch fühlen wird.
Letzten Donnerstag und Freitag waren wir auf Wohnungssuche und zwischendrin bin ich spontan zu meiner Schule gefahren. Ich war ziemlich nervös, denn über eine Internetseite verfügt meine Schule nicht, so dass ich mir noch kein genaueres Bild machen konnte. Lediglich ein veraltetes PDF konnte ich in den Weiten des Internets finden. Doch die Sächsische Schuldatenbank half mir, zumindest einen kleinen Einblick in Größe, Konzept und Auststattung zu erlangen.
Was genau mich an meiner Schule erwartete, darüber werde ich im nächsten Post berichten.
Eure Lehste!
Ich bewarb mich für den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grundschulen im Freistaat Sachsen, Niedersachsen, Hamburg und (zumindest halb in) Bayern. Ersteres war das Wunschbundesland, für das man sich bereits im Januar bewerben und Magister-Zeugnis, Anerkennung dieses als 1. Staatsexamen sowie polizeiliches Führungszeugnis dann später nachreichen musste.
Die Zusagen für Sachsen sollten Mitte/Ende Juni 2014 rausgehen. So stand es in dem Brief der Sächsischen Bildungsagentur. Genervt musste ich Freunden/Familie/Bekannten immer wieder und wieder sagen "Nein, ich habe noch nichts gehört. Ich bekomme den Bescheid erst frühestens Mitte Juni!" Doch zu meiner großen Überraschung fand ich die Zusage dann doch bereits am 28. Mai in meinem Briefkasten!
Die Freude war natürlich groß! Mein Wunsch, gemeinsam mit meinem Freund nach Leipzig zu ziehen, um dort mein Berufsziel weiter zu verfolgen, konnte nun tatsächlich wahr werden. Zwar liegt die mir zugeteilte Schule nicht direkt in Leipzig, aber in einem mit dem Auto fahrbaren Umkreis. (Ich legte bereits vorab fest, dass alles bis 45 Minuten Fahrtzeit noch im Rahmen wäre.) Mein Studienseminarort ist Chemnitz. Dennoch werden wir nach Leipzig ziehen, was hauptsächlich daran liegt, dass es uns diese Stadt einfach angetan hat, aber auch daran, dass sich der berufliche Schwerpunkt meines Freund dorthin verlagert hat. Außerdem wohnen bereits viele Freunde und Bekannte dort, so dass man sich wohl direkt heimisch fühlen wird.
Letzten Donnerstag und Freitag waren wir auf Wohnungssuche und zwischendrin bin ich spontan zu meiner Schule gefahren. Ich war ziemlich nervös, denn über eine Internetseite verfügt meine Schule nicht, so dass ich mir noch kein genaueres Bild machen konnte. Lediglich ein veraltetes PDF konnte ich in den Weiten des Internets finden. Doch die Sächsische Schuldatenbank half mir, zumindest einen kleinen Einblick in Größe, Konzept und Auststattung zu erlangen.
Was genau mich an meiner Schule erwartete, darüber werde ich im nächsten Post berichten.
Eure Lehste!
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